Der Überblick/Wirtschaft

Chinas Roboterproduktion steigt 35 Prozent, der Einzelhandel nur 0,4 Prozent

Die August-Daten zeigen zwei sehr unterschiedliche Volkswirtschaften: Hightech-Fabriken wachsen stark, während Konsum und Immobilien weiter schwächeln.

Automatisierte Industrieroboter in einer Fabrik

Hightech-Fabriken wachsen deutlich schneller als der Rest der Wirtschaft

Chinas Industrieproduktion stieg im August um 5,2 Prozent zum Vorjahr und damit stärker als von Ökonomen erwartet. Besonders kräftig legten Ausrüstungs- und Hightechbranchen zu.

Die Produktion von Lithium-Ionen-Batterien wuchs um 57,2 Prozent, die von Industrierobotern um 34,6 Prozent. Der KI- und Automatisierungsboom wirkt damit direkt auf die industrielle Produktion.

Der Konsum kann mit dem Produktionsboom nicht mithalten

Während Fabriken stark wachsen, legten die Einzelhandelsumsätze im August nur um 0,4 Prozent zu. Damit bleibt die Binnennachfrage deutlich schwächer als die Angebotsseite der Wirtschaft.

Das Ungleichgewicht ist für China seit Jahren ein zentrales Problem. Unternehmen produzieren immer mehr, während Haushalte vergleichsweise vorsichtig konsumieren. Dadurch steigt der Druck, zusätzliche Waren im Ausland abzusetzen.

Der Immobiliensektor bleibt ein massiver Bremsklotz

Die Immobilieninvestitionen lagen in den ersten acht Monaten 19,9 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Auch die gesamten Anlageinvestitionen entwickelten sich schwach.

Damit hängt ein wachsender Teil der chinesischen Konjunktur an Industrie, Technologie und Exporten. Für Europa ist das unmittelbar relevant, weil zusätzliche chinesische Produktionskapazität den Wettbewerbsdruck bei Batterien, Maschinen, Robotik und Fahrzeugen erhöht.

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