Der Überblick/Wirtschaft

TUI erwartet 1,2 bis 1,3 Milliarden Euro Gewinn. Urlauber buchen später

Europas größter Reisekonzern grenzt seine Jahresprognose ein. Höhere Treibstoffkosten belasten, während Buchungen in Deutschland und Großbritannien seit Mitte August wieder anziehen.

Verkehrsflugzeuge an einem internationalen Flughafen

TUI grenzt die Gewinnprognose ein

Für das Geschäftsjahr 2026 erwartet TUI nun ein bereinigtes EBIT zwischen 1,2 und 1,3 Milliarden Euro. Die bisherige Prognose hatte mit 1,1 bis 1,4 Milliarden Euro eine deutlich größere Spanne umfasst. Der Konzern hält damit an einem hohen Ergebnisniveau fest, macht die Planung aber konkreter.

TUI betreibt Hotels, Kreuzfahrtschiffe und eine eigene Fluggesellschaft. Gerade deshalb treffen geopolitische Unsicherheit und höhere Treibstoffkosten mehrere Teile des Geschäfts gleichzeitig.

Kunden entscheiden sich später für ihre Reise

Nach Angaben des Konzerns bleibt die Nachfrage bis in das vierte Quartal hinein robust. Gleichzeitig buchen viele Kunden näher am Abreisetermin. Seit dem Zwischenbericht vom 12. August ist die gebuchte Kapazität in Deutschland und Großbritannien um ein Prozent gestiegen.

Über alle Segmente hinweg liegen die Reservierungen jedoch weiterhin unter dem Vorjahresniveau. TUI rechnet damit, dass dieses kurzfristigere Buchungsverhalten auch in der Wintersaison anhält.

Kerosin wird wieder zum Kostenfaktor

Die gestiegenen Preise für Flugtreibstoff erhöhen den Kostendruck auf Airlines und Reiseveranstalter. TUI verweist deshalb auf seine Absicherung von Kerosinpreisen, mit der starke Ausschläge teilweise abgefedert werden sollen.

Zusätzlich setzt der Konzern auf Kostensenkungen und Effizienzmaßnahmen. In einzelnen Märkten wurde das Flugangebot begrenzt. Die vollständigen Ergebnisse für das Geschäftsjahr 2026 will TUI am 9. Dezember vorlegen.

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