Der Nahverkehr wächst weiter
Im ersten Halbjahr 2026 nutzten 5,7 Milliarden Fahrgäste den öffentlichen Nahverkehr. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von rund zwei Prozent.
Busse legten um zwei Prozent auf 2,7 Milliarden Fahrgäste zu. Im Eisenbahnnahverkehr stieg die Zahl um ein Prozent auf 1,4 Milliarden, bei Straßenbahnen ebenfalls um ein Prozent auf rund zwei Milliarden.
Fernverkehr entwickelt sich in die andere Richtung
Im Fernverkehr sank die Zahl der Reisenden dagegen um zwei Prozent auf 75 Millionen. Besonders der Eisenbahnfernverkehr verzeichnete mit minus drei Prozent einen Rückgang.
Damit laufen Nah- und Fernverkehr 2026 auseinander. Für den Alltag ist der Nahverkehr deutlich stärker von regelmäßigen Pendel- und Stadtwegen geprägt, während Fernreisen stärker auf Preis, Reisezeit und Zuverlässigkeit reagieren.
5,7 Milliarden Fahrgäste machen den ÖPNV zu einer zentralen Alltagsinfrastruktur
Schon kleine prozentuale Veränderungen entsprechen wegen der hohen Nutzerzahl sehr vielen zusätzlichen Fahrten. Das macht Kapazität, Zuverlässigkeit und Finanzierung zu unmittelbar spürbaren Themen für Millionen Menschen.
Die Zahlen zeigen zugleich, dass steigende Nachfrage nicht automatisch bessere Qualität bedeutet. Für Fahrgäste zählt neben der Nutzung vor allem, ob Fahrzeuge, Personal und Infrastruktur mit dem Wachstum Schritt halten.

