Der Immobilienmarkt dreht wieder leicht nach oben
Wohnimmobilien waren im zweiten Quartal 2026 im bundesweiten Durchschnitt 0,6 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber dem ersten Quartal stiegen die Preise um 0,3 Prozent. Damit setzt sich die Stabilisierung nach den deutlichen Rückgängen der vergangenen Jahre fort.
Der bundesweite Durchschnitt verdeckt allerdings große Unterschiede. Käuferinnen und Käufer erleben je nach Stadt, Immobilientyp und Region sehr unterschiedliche Preisbewegungen.
In den größten Städten entwickeln sich Wohnungen und Häuser unterschiedlich
In den sieben größten deutschen Metropolen sanken die Preise für Eigentumswohnungen im Jahresvergleich um 0,4 Prozent. Ein- und Zweifamilienhäuser wurden dort dagegen 0,7 Prozent teurer.
In anderen kreisfreien Großstädten stiegen Wohnungspreise stärker. Das deutet darauf hin, dass sich Nachfrage teilweise in Märkte außerhalb der teuersten Metropolen verlagert, während sich innerhalb der Top-Städte einzelne Segmente noch nicht vollständig erholt haben.
Für Käufer zählt stärker als früher der konkrete Teilmarkt
Die Zahlen zeigen keinen einheitlichen bundesweiten Boom. Stattdessen entsteht ein Markt, in dem Lage und Immobilientyp wieder stärker über die Preisentwicklung entscheiden.
Für Haushalte bedeutet das: Der Blick auf bundesweite Durchschnittswerte reicht kaum aus. Wer kaufen oder verkaufen will, muss die lokale Entwicklung stärker berücksichtigen als in Phasen, in denen fast alle Regionen gleichzeitig stiegen oder fielen.

