Der Überblick/Technologie

Bosch baut eine eigene Robotik-Einheit auf und will humanoide Systeme in die Industrie bringen

Der Konzern bündelt seine Robotikaktivitäten in einer neuen Gesellschaft und arbeitet mit dem deutschen Start-up Neura Robotics an kognitiven Robotern für den industriellen Einsatz.

Humanoider Roboter als Symbol für die nächste Generation industrieller Robotik

Aus Robotikforschung wird ein eigenes Geschäftsfeld

Mit der neuen Gesellschaft bündelt Bosch Entwicklung und Industrialisierung neuer Robotiklösungen organisatorisch. Das ist ein deutliches Signal dafür, dass Physical AI nicht nur als Forschungsprojekt gesehen wird.

Bosch Rexroth liefert bereits Motoren, Servoantriebe und Steuerungstechnik für Robotik und Automation. Die neue Einheit soll diese industrielle Basis stärker mit neuen Robotersystemen verbinden.

Neura Robotics liefert die deutsche Start-up-Komponente

Neura Robotics aus Metzingen entwickelt sogenannte kognitive und humanoide Roboter. Bosch will das Unternehmen unter anderem bei Daten, Skalierung und Industrialisierung unterstützen.

Genau dort liegt eine der größten Hürden der jungen Robotikbranche: Ein Prototyp, der auf einer Messe funktioniert, ist noch weit von einem zuverlässigen Produkt für tausende Fabrikstunden entfernt.

Physical AI könnte Deutschlands Industriekompetenz neu ausspielen

Bei generativer KI dominieren bislang vor allem US-Unternehmen. In der Robotik könnte Europa dagegen andere Stärken einbringen: Maschinenbau, Sensorik, Automatisierung und industrielle Fertigung.

Ob daraus ein großer neuer Markt entsteht, hängt davon ab, ob humanoide und andere flexible Roboter tatsächlich wirtschaftlich genug werden, um klassische Spezialautomation in vielen Aufgaben zu ergänzen.

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