Alibaba baut nicht nur ein größeres Modell, sondern den gesamten KI-Stack
Das geplante Modell soll fünf bis zehn Billionen Parameter erreichen und damit deutlich größer werden als Alibabas bisheriges Flaggschiff Qwen 3.8 Max. Der Konzern begründet den Schritt mit komplexeren Aufgaben, die über kurze Chat-Anfragen hinausgehen.
Gleichzeitig stellte die Halbleitersparte T-Head den neuen Zhenwu V900 vor. Nach Angaben des Unternehmens liefert der Prozessor etwa die dreifache Leistung seines Vorgängers und kann in sehr großen Clustern zusammengeschaltet werden.
Der neue Chip ist auch eine Antwort auf US-Exportbeschränkungen
Chinesische Technologiekonzerne haben starken Anreiz, eigene Alternativen zu Nvidia aufzubauen. Verschärfte US-Exportregeln begrenzen den Zugang zu modernsten amerikanischen KI-Chips und machen heimische Hardware strategisch wichtiger.
Alibaba plant die Massenproduktion des Zhenwu V900 für das erste Quartal 2027. Parallel sollen sogenannte AI Supernodes in größerem Umfang bei Cloudkunden eingesetzt werden.
Bis 2032 sollen Alibabas Rechenzentren mehr als 20 Gigawatt erreichen
CEO Eddie Wu setzte für Alibaba Cloud ein langfristiges Ziel von mehr als 20 Gigawatt globaler Rechenzentrumskapazität bis 2032. Das wäre eine Größenordnung, die zeigt, wie kapitalintensiv der Wettbewerb um KI-Infrastruktur inzwischen geworden ist.
Alibaba meldet nach eigenen Angaben außergewöhnlich starke Nachfrage nach KI-Diensten, wird beim Ausbau aber durch begrenzte Lieferketten gebremst. Der Konzern versucht deshalb, Modelle, Chips und Rechenzentren stärker aus einer Hand zu entwickeln.
